Ziele

Im Mittelpunkt des Gesamtvorhabens steht die grundlegende Reorganisation und systematische Innovation der Bewirtschaftung der Stoff– und Energiesysteme von kommunalen Gebietskörperschaften, mit dem Ziel, möglichst emissionsfrei und ressourcenschonend zu sein und regional einen Mehrwert zu generieren.

Um das Projektziel zu ermöglichen, wird der am IfaS entwickelte Ansatz der Null-Emissions-Gemeinden, zu einem nachhaltigen Landmanagement weiterentwickelt. Bisherige Null-Emissions-Ansätze konzentrierten sich auf die Möglichkeit, vorhandene CO2-Emissionen durch ein derart optimiertes Stoffstrommanagement zu reduzieren und insbesondere auf eine (rechnerische) CO2-Neutralität in der Energieversorgung hinzuwirken. Dieser Organisations- und Handlungsansatz soll im Rahmen des Forschungsvorhabens unter der Berücksichtigung nachfolgender Zielvorgaben erweitert und systematisch in und mit der Praxis der Verbandsgemeinden Sprendlingen-Gensingen und Rockenhausen in Rheinland-Pfalz, weiterentwickelt werden:

  • Dauerhafte CO2-Äquivalent freie Energieversorgung durch Kombination von Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Ressourcen.
  • Schließung von Wasserkreisläufen durch nachhaltige Wassernutzung (Kaskadennutzung). Von der „Entsorgung“ des Schmutzwassers hin zur Rückführung der darin enthaltenen Ressourcen wie Stickstoff und Phosphor.
  • Weiterverwendung von Reststoffen aus Produktion und Entsorgung als Sekundärrohstoffe in Wertschöpfungsketten.
  • Regional angepasste landbauliche Systeme mit den Zielen Steigerung der Strukturvielfalt, Biodiversität und des Bodenhumusgehaltes führen zu nachhaltiger Landnutzung und tragen zum Ziel Null-Emission bei.
  • Anpassung administrativer, politischer, rechtlicher und ökonomischer Rahmenbedingungen ermöglichen langfristige Erreichung des Null-Emissionszieles.
  • Wirtschaftliche Stärkung der Kommune durch Mobilisierung regionaler Wertschöpfungund Teilhabe von Bürgern.

Es sollen in den jeweiligen Teilprojekten sektorenübergreifende, innovative Strategien für die Praxis erarbeitet und „Next-Practice-Projekte“ vorbereitet werden. Diese tragen dazu bei eine neue „Generation“ des integrativen Stoffstrommanagements, mit dem Ziel einer nachhaltigen Landnutzung, zu entwickeln. Dabei werden neue regionale Wertschöpfungsnetze eingeleitet und in die Praxis überführt. Dieser Handlungsprozess vernachlässigt zunächst jegliche administrative, politische bzw. ökonomische Restriktion, um das bestmögliche Gesamtergebnis bis hin zur rechnerischen Emissionsfreiheit effizient erreichen zu können.